05.06.2026
FAQ - die aktuellsten Fragen und Antworten
- Werden die Taxen auf der Brickermatte 2030+ höher als die heutigen Taxen sein?
Alle umfassenden Sanierungen oder Neubauten nach 2011 ziehen höhere Pensionstaxen für die Bewohnenden mit sich, da diese Investitionen und allfällig vormalige Subventionen des Kantons neu durch den Pensionstarif finanziert werden müssen. Wichtig: Diese Entwicklung findet unabhängig davon statt, ob der Gosmergartä am bestehenden Standort bleibt, die Brickermatte 2030+ realisiert wird oder die Urner Langzeitpflege neu in einer gemeinsamen Gesellschaft organisiert wird oder nicht.
- Wie hoch werden die Taxen auf der Brickermatte 2030+ sein?
Tax-Vergleiche von Neubauten (ab 2020) in der Zentralschweiz zeigen, dass diese höher als 190 Franken sind. In der Machbarkeitsstudie der Brickermatte 2030+ wurde ein Wert zwischen 190 und 220 Franken für ein Einzelzimmer errechnet. Im Zuge der Schärfung der Machbarkeitsstudie, dafür wird der Projektplanungs- und Wettbewerbskredit benötigt, werden auch die Kosten geschärft.
- Welche Abklärungen wurden am Standort Gosmergartä gemacht, um den Anforderungen für die Zukunft gerecht zu werden?
Es wurden vier Varianten geprüft und gerechnet, wobei zwei weiter verfolgt wurden. Eine flächige Erweiterung auf die Belimatte und eine Variante mit dem betreuten Wohnen auf der Spielmatte. Die Kosten dazu wurden auf rund 52 Mio. Franken berechnet. Da jedoch die Natur- und Heimatschutzkommission Uri keine der Varianten als ortsbildverträglich im Sinne der ISOS beurteilte, wurde entschieden, um Verzögerungen zu vermeiden, alternative Standorte zu prüfen.
- Welche Standorte wurden für ein neues Alters- und Pflegeheim in Bürglen in Betracht gezogen?
Es waren dies das Wiligermätteli, Pfarrmätteli, Säge und die Fläche des ehemaligen Kantons-Werkhofs. Alle wurden unter Beizug von Experten aus verschiedenen Gründen verworfen, teilweise auch aufgrund der unzureichenden Grösse.
- Was ist eine zentrale Herausforderung für den Gosmergartä und alle Beteiligten?
Der Gosmergartä verfügt über 22 Einzel- und 23 Doppelzimmer. Somit sind 2/3 der Bewohnenden in einem Doppelzimmer (22 Personen in EZ und 46 Personen in DZ). Neben anspruchsvollen und herausfordernden Situationen für alle Beteiligten - punkto Zusammenleben, Intimsphäre, Pflege- und Arbeitsbedingungen - entspricht dies weder den aktuellen Bedürfnissen noch einer zukunftsweisenden Ausrichtung.
- Könnte der Gosmergartä ohne Ausbau seinen Auftrag zur Sicherstellung der stationären Langzeitpflege weiterhin wahrnehmen?
Um den Bedürfnissen nach Einzelzimmern nachzukommen, müssten die Anzahl der Plätze reduziert werden. Diese könnten für den Bedarf der Bürgler Bevölkerung reichen. Dagegen sprachen sich der Betriebsrat und der Gemeinderat Bürglen aus. Sie wollten das Angebot für die Gemeinden des Schächentals, welche eine Leistungsvereinbarung mit dem Gosmergartä haben, weiter aufrecht erhalten.
Hier weiterlesen: Interviews mit den Gemeindepräsidenten